BASICS | S1 Folge 19: Portfolio bauen — wie viele Aktien brauchst du wirklich?

Shownotes

Nach dieser Folge kannst du: Ein sinnvolles Aktien-Depot strukturieren. Mit klaren Zahlen für Anzahl, Positionsgröße und Verteilung.

📊 Die fünf Faustregeln: Anzahl: 15-25 Einzelaktien (Sweet Spot) Position-Sizing: min. 2-3%, max. 10-15% pro Position Sektor-Cluster: max. 25-30% in einem Sektor Regionen: mind. 3-4 Währungsräume (oder Welt-ETF als Fundament) Cash: 5-10% als Trockenpulver

📈 Diversifikations-Effekt nach Anzahl: 1-3 Aktien: Extreme Konzentration 5-10 Aktien: Wachsende Streuung, viel Einzelrisiko 15-20 Aktien: Sweet Spot für Privatanleger 20-30 Aktien: Stabile Diversifikation 30+ Aktien: Index-Effekt setzt ein

⚖️ Zwei Strategien für Positionsgrößen: Equal Weight (Gleichgewichtung) → Anfänger Conviction-Based (Überzeugungsbasiert) → Fortgeschrittene

🧱 Beispiel-Anfänger-Depot (15 Aktien, 7 Sektoren): Technologie (20%): Microsoft, ASML, TSMC Finanzen (20%): Visa, Berkshire, IBKR Konsumgüter (13%): Hermès, L'Oréal Gesundheit (13%): Novo, Eli Lilly Industrie (13%): Atlas Copco, Keyence Kommunikation (13%): Alphabet, Tencent Zyklischer Konsum (7%): MercadoLibre

💎 Merksätze: "Diversifikation ist Schutz vor Unwissenheit." "Cash ist nicht nur Liquidität. Cash ist Optionalität." "Diversifikation ist nicht der Versuch, den Markt zu schlagen. Sie ist der Versuch, deine eigenen Fehler zu überleben."

🔗 Nächste Folgen: Fr 19.06 — BASICS S1 E20: 7 Anfänger-Fehlkäufe Fr 26.06 — BASICS S1 E21: Praxis-Finale (Aktie Schritt-für-Schritt)

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📌 Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen der finanziellen Bildung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen beim Stock Analyzer Podcast.

00:00:02: David Bader Egger zeigt euch welche Aktien bei Warren Buffett durchfallen und welche es in seinem Portfolio schaffen würden.

00:00:09: Dieser Podcast ist keine Anlageberatung und liefert keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen, und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge!

00:00:34: Portfolio bauen.

00:00:36: Wie viele Aktien brauchst du wirklich und wie groß soll eine Position sein?

00:00:42: Und, wie verteilst du das Ganze damit du nicht alles auf eine Karte setzt?

00:00:47: Die meisten Anfänger fangen mit drei oder vier Aktien an.

00:00:51: Drei Lieblingsfirmen vielleicht aus dem Beruf, vielleicht aus den Medien.

00:00:56: Das fühlt sich überschaubar an.

00:00:58: Es ist aber einer der ersten großen Fehler.

00:01:01: Wenn dein gesamtes Aktienkapital auf drei Firmen verteilt ist, hat jede Position rund dreihunddreißig Prozent Gewicht.

00:01:09: Eine einzige falsche Entscheidung kostet ein Drittel deines Vermögens und das ist nicht investieren, das ist Wett.

00:01:18: Auf der anderen Seite gibt es Anleger mit fünfzig, sechzig oder achtzig Einzelaktien – Das ist auch ein Fehler!

00:01:26: Bei dieser Anzahl bist du quasi ein eigener Index.

00:01:30: Zu viel Aufwand Bei zu wenig Vorteil, da kannst du gleich einen ETF kaufen.

00:01:37: Und wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte?

00:01:41: Jetzt stellt sich die Frage Wo ist die Mitte?

00:01:44: Also merkt ihr als erstes Diversifikation ist Schutz vor Unwissenheit.

00:01:49: Wer weiß was er tut braucht weniger davon.

00:01:53: Wer nicht weiss was er tut braucht mehr und für die meisten privaternliga gilt lieber etwas mit Streuung als zu wenig.

00:02:01: Meine magische Zahl liegt bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Einzelaktien.

00:02:07: Es gibt umfangreiche Studien zu der Frage, ab welcher Anzahl von Aktien sich der Diversifikationseffekt einstellt?

00:02:15: Die Antwort variieren aber das Muster ist klar!

00:02:19: Ein bis drei Aktien heißt extreme Konzentration und sehr hohes Einzelakzienrisiko.

00:02:25: Fünf bis zehn Aktien heisst wachsende Streuung Aber immer noch viel Einzelrisiko.

00:02:32: Fünfzehn bis zwanzig Aktien, der Diversifikationseffekt setzt deutlich ein.

00:02:37: Für den meisten Privatanleger ist hier der Sweetspot.

00:02:41: Zwanzig bis dreißig Aktion ist eine stabile Diversifikation aber auch schon mehr Aufwand und dadurch benötigt es mehr Zeit investen.

00:02:53: Und dreißzig plus Aktien ist der Indexeffekt.

00:02:57: Du ähnelst zunehmend einem ETF und das ist richtig viel Arbeit.

00:03:03: Und man kann hier schon fast keine Branchenprimusse mehr alleine wählen, sondern man verwestert.

00:03:10: Mein Musserdepot hat fünfzehn Aktien, mein privates Portfolio hat zehn Einzelaktien plus zwei ETFs und beides liegt also im sinnvollen Bereich.

00:03:21: Die Faustregel wenn du anfängst plane ein Ziel von fünfzehnt bis zwanzig.

00:03:27: Das heißt nicht, dass du sie alle gleichzeitig kaufen musst.

00:03:31: Du baust schrittweise auf Aber dieses Ziel sollte dir am Ende vorschweben.

00:03:38: Schauen wir einmal wie groß soll eine Position überhaupt sein Wenn du fünfzehn bis zwanzig Aktien planst?

00:03:45: Wie groß ist jede einzelne?

00:03:47: Da gibt es zwei einfache Strategien.

00:03:50: Strategie eins die Gleichgewichtung.

00:03:53: Jede Position bekommt das gleiche Gewicht.

00:03:56: Das wären bei zwanzig Aktien fünf Prozent, der Vorteil maximal einfach keine emotionalen Entscheidungen nötig und klare Disziplin.

00:04:05: es wird nichts übergewichtet.

00:04:07: aber natürlich gibt es auch Nachteile.

00:04:10: du behandelst eine stärkste Überzeugung gleich wie deine Schwächste weil bei so vielen Aktien gibt es einfach Aktien die herausstechen oder oder von denen du mehr überzeugt bist, oder weniger.

00:04:24: Und der zweite Nachteil das ist definitiv eine höhere Rebalancing Aufwand.

00:04:28: Das heißt weiß ich ja die Aktien auch unterschiedlich entwickeln.

00:04:32: Die Strategie zwei ist die Conviction Based also die Überzeugungsbasierte.

00:04:38: Die Positionen variieren nach deiner Überzeugung.

00:04:41: Top-Aktien bekommen mehr Gewicht und kleinere Überzeugungen Oder auch Mini-Wetten bekommen weniger.

00:04:48: Der Vorteil Es spiegelt eine gewisse Analysequalität und es ist meistens auch eine bessere Performance, wenn du wirklich gute Überzeugungen hast.

00:04:59: Der Nachteil ist erfordert wiederum natürlich sehr viel Disziplin und das Risiko ist natürlich hier dass du eine Überzeugung hast in der durchirst.

00:05:11: Meine Empfehlung für Anleger ist Starte mit einer Gleichgewichtung und erst wenn du nach ein zwei Jahren weißt welche deiner Analysen wirklich besser sind als andere, dann wechselst du zur Conviction Based Methode.

00:05:25: Aber auch bei der zweiten Strategie gibt es zwei wichtige Grenzwerte.

00:05:29: Die größte Position hat maximal zehn bis fünfzehn Prozent weil wenn die Position um fünfzig Prozent fällt verlierst du nur fünf bis sieben halb Prozent des Depots.

00:05:40: Und die kleinste Position hat mindestens zwei bis drei Prozent, weil sonst lohnt sich erstens der Aufwand der Analyse nicht und zweitens natürlich schlagen dann auch häufig die Gebühren stark zu Buche.

00:05:52: Also diese Zwei-Schwellwette geben dir einen Rahmen und innerhalb des Rahmens kannst du dann freigestalten.

00:05:58: Ein weiterer häufiger Fehler passiert eher unbewusst, über zu wenig Branchen verteilt wird.

00:06:07: Du hast zum Beispiel zwanzig Einzelaktien und alle sind grundsätzlich gute Firmen, aber zwölf davon sind Tech-Aktien oder fallen eben in die selbe Branche.

00:06:16: da kann es dann passieren wenn genau dieser Sektor einbricht dass es wie zweitausend oder zwanzundzwanzig bei Tech war runter geht und das für das gesamte Debo.

00:06:28: Das heißt, sechzig Prozent der Neste-Bos verliert dann gleichzeitig und die anderen acht Aktien können das einfach nicht ausgleichen.

00:06:37: Das nimmt man Sektorklaster!

00:06:39: Und ich glaube oder ich bin überzeugt dass das eine der häufigsten Anfängerfehle ist – und nicht nur bei den Anfängen sondern auch bei vielen Profis.

00:06:47: Also schaut drauf, maximal fünfundzwanzig bis dreißig Prozent in einem einzigen Sektor und mindestens vier bis fünf verschiedene Sektoren im Depot.

00:06:57: Die wichtigsten Sektoren hier mal aufgelistet.

00:06:59: Zum Beispiel natürlich Technologie, keine Frage Microsoft, SML, Apple Gesundheit, Novo Nordisk, Eli Lilly, Roger Konsumergüter, Brocken Gamble Nestle Zyklische Konsum, LVMage, Hermes Nike Finanzen, Visa Mastercard Bergscheier die Industrie zum Beispiel Atlas Copco Siemens oder Caterpillar.

00:07:24: Bei der Kommunikation werden es Alphabet, Meta oder Netflix.

00:07:29: Energie z.B.

00:07:30: Shell oder Exxon Mobil.

00:07:32: bei den Versorgern wäre es Next Extra Energy zum Beispiel oder IPA Drohler und bei den Rohstoffen BHP oder Linde.

00:07:43: Aber natürlich musst du nicht in jeder Branche vertreten sein aber wenn siebzig Prozent deines Depots im zwei Sektoren liegen ist das schon wieder ein Wahnsinnall.

00:07:53: Auch geografisch solltest du streuen.

00:07:55: Viele deutsche Privatanleger natürlich auch österreichische haben zu siebzig, achtzig Prozent US-Aktien und das geht meistens gut bis es nicht mehr gut geht.

00:08:08: Als Anker kannst Du hier wählen USA rund sechzig Prozent Europa rund fünfzehn Prozent Japan rund fünf Prozent Schwellenländer rund zehn Prozent und Rest der Welt auch wieder rund zehn prozent.

00:08:20: Dann bist Du gut aufgestellt und hast von allem was dabei.

00:08:25: Du musst diese Verteilung nicht exakt nachbauen, das ist ja auch meistens viel zuviel Aufwand wenn jetzt Rebalancing ansteht.

00:08:33: aber wenn du komplett US fixiert bist dann fehlt dir einfach ein Sicherheitsnetz fürs Szenarien in denen die US mecktes Schwach sind.

00:08:41: Eine einfache Lösung dazu wäre zum Beispiel Wenn du einen Welt ETF wie den Wengard nimmst denn dieser ist in den Regionen diversifiziert Und bei Einzelaktien achte einfach selbst darauf mindestens drei bis vier verschiedene Währungsräume.

00:08:56: Wenn du mich jetzt fragst, wie könnte ein praktisches Beispiel sein für einen Anfänger-Depot mit fünfzehn Aktien?

00:09:03: Dann sage ich dir wäre es so!

00:09:07: Aber natürlich ohne Empfehlung und ohne dass ich jede einzelne jetzt analysiert habe.

00:09:12: einige waren schon in den Folgen.

00:09:13: aber trotzdem nochmal der Hinweis wenn Du kaufst dann kauf auf Deiner eigenen Basis.

00:09:19: Du musst jede Aktie selbst analysieren.

00:09:22: Also, Technologie – zwanzig Prozent Finanzen – zwantig Konsumgüter – treizehn Gesundheit – treizend Industrie-treizehn Kommunikation – dreizehn und Konsumzüglich – sieben.

00:09:35: Bei mir wären das zum Beispiel Microsoft um ICML und TSMC für den ersten Sektor dann Visa Berkshire und Intactive Brokers Dann Hermes und Loreal Novo Nordisk oder Lilli für die Industrie Atlas Copco und Kienz, für Kommunikation Alphabet & Tencent.

00:09:54: Und Mercato Libre – für den Konsum züglich!

00:09:57: Also ihr seht ich habe da schon einige Aktien die in meinen Muskeln depot sind oder auch in meinem echten Depot sind.

00:10:04: aber wie gesagt das ist nur ein Beispiel und es zeigt ganz gut fünfzehn Aktien sieben Sektoren gleich gewichtet.

00:10:15: Aber das ist halt eine solide Anfängerstrategie.

00:10:19: Kommen wir noch zum Cash Anteil.

00:10:22: Soll man lieber eine Reserve haben oder nur Trockenpulver?

00:10:26: Das ist eigentlich die letzte Frage, die viele Anfänger übersehen Wie viel Cash solltest du im Depot halten?

00:10:32: und da gibt es natürlich wieder verschiedene Ansichten Aber die trennen sich in zwei verschiedene Schulen Voll investiert das heißt Achtundneinzig bis Hundertprozenten Aktien.

00:10:45: Da heißt es, Cash erzieht langfristig weniger in Details Aktien und du verschenkst Performance.

00:10:51: Dafür hast du natürlich wieder ein Sicherheitsnetz und kannst nachkaufen.

00:10:56: Bei der Schule zwei mit fünf bis zehn Prozent Cash.

00:10:59: da ist die Begründung.

00:11:01: in Krisen kannst du Aktien günstig nachkauen, ewig schon gesagt habe Buffett selbst hält aktuell rund dreißig Prozent Cash bei Bergschei.

00:11:10: aber man darf auch nicht vergessen Er ist einfach ganz ein anderer Typ, denn da geht es auch um hunderte Milliarden und es sind auch Unternehmen die zu laufend Cash erzeugen.

00:11:23: Und er muss natürlich überlegen bei so extrem viel Kapital was macht überhaupt einen Ausschlag in seinem Portfolio?

00:11:31: Meine Empfehlung Anfänger sollten fünf bis zehn Prozent Cash halten nicht das Rendite gründen, sondern einfach aus psychologischer Sicht.

00:11:39: Denn wenn der Markt einbricht und du Cash hast, kannst du systematisch nachkaufen.

00:11:44: Und es ist auch oft einfach so wie gesagt psychologische Faktor oder siehst da ist noch Geld drauf Auch wenn's mal ins Minus geht Es ist noch... Geld da!

00:11:55: Du kannst nach kaufen, du kannst es halten, du kannst einfach machen was du willst.

00:11:59: Wenn du keine Liquidität hast dann fühlt sich das oft ein bisschen sperrig an ein bisschen beklemmend, aber das muss man selbst für dich herausfinden.

00:12:10: Also merkt ihr Cash ist nicht nur Liquidität, Cash ist auch Optionalität Es ist die Fähigkeit bei für dich vorteilhaften Marktphasen handlungsfähig zu sein und nachzukaufen.

00:12:22: Und am Ende möchte ich noch mal die ganze Folge kurz Revue passieren lassen.

00:12:27: Diversifikation ist nicht der Versuch dem Markt zu schlagen.

00:12:31: sie ist der Versucht deine eigenen Fehler zu überleben und genügend zu überlegen damit du beim nächsten mal klüger wählst.

00:12:40: Und dass du natürlich auch die positiven Effekte aus verschiedensten Sektoren mitnimmst, vielleicht schwächelt da eine gerade dann ist der andere stärker und so kannst Du oft Performances mitnehmen die Du wenn Du nur auf einen Sektor setzt oder auf zu wenige dann nicht bekommst.

00:13:00: Denn am Ende zählt nur Denk wie Buffett Kaufibuffet und vor allem investiere nur in das, was du wirklich verstehst.

00:13:08: Vielen Dank fürs Einschalten und bis zur nächsten Folge!

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