BASICS | S3 Folge 2: Stufe 1 im Detail – das Geschäft verstehen, Schritt für Schritt

Shownotes

🔑 Die 5 Schritte von Stufe 1:

  1. Der Ein-Satz-Test
  2. Wer zahlt, und warum immer wieder?
  3. Woraus besteht der Burggraben?
  4. Die Spuren in den Zahlen
  5. Was könnte den Burggraben zerstören?

🏰 Die 5 Quellen eines Burggrabens:

  • Starke Marke
  • Wechselkosten
  • Netzwerkeffekt
  • Kostenvorteil
  • Patente und Lizenzen

📖 Kurz erklärt: Preissetzungsmacht ist die Fähigkeit eines Unternehmens, die Preise zu erhöhen, ohne dass die Kunden abwandern. Buffett hält sie für die wichtigste einzelne Frage bei der Beurteilung eines Geschäfts.

✍️ Deine Aufgabe: Nimm ein Unternehmen aus deinem Depot oder deiner Watchlist und schreib zu jedem der fünf Schritte einen Satz. Wenn dir alle fünf gelingen, hast du Stufe 1 bestanden.

🧠 Merksatz der Folge: „Wenn du nicht in einem Satz erklären kannst, wie ein Unternehmen Geld verdient, hast du es noch nicht verstanden. Und was du nicht verstehst, kannst du nicht bewerten.“

📖 Begriffe unklar? Alle 12 wichtigen Begriffe erklärt in:

  • BASICS S3 Folge 1: Das Stockanalyzer-Glossar

📺 Staffel 3 „Vom Wissen zur Umsetzung“, die nächsten Folgen:

  • 23.10.: Stufe 2 im Detail, Management und Kapitalallokation
  • 30.10.: Stufe 3 im Detail, Bewertungskennzahlen im Vergleich

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📌 Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen der finanziellen Bildung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen beim Stock Analyzer Podcast.

00:00:02: David Bader Egger zeigt euch welche Aktien bei Warren Buffett durchfallen und welche es in seinem Portfolio schaffen würden.

00:00:09: Dieser Podcast ist keine Anlageberatung, liefert keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.

00:00:14: – und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge!

00:00:30: In fast jeder Folge prüfen wir Aktien in drei Stufen.

00:00:36: Erst das Geschäft, dann das Management und dann der Preis.

00:00:40: Aber ehrlich gesagt habe ich diese drei Stufen bisher meistens im Schnelldurchlauf angewendet.

00:00:46: Ihr habt euch gewünscht dass wir jede Stufe einmal ausführlich auseinandernehmen.

00:00:50: Genau das machen wir jetzt in drei Folgen.

00:00:53: Heute.

00:00:53: Stufe eins Das Geschäft verstehen.

00:00:56: Warum ist das die wichtigste Stufe?

00:00:58: Weil alles andere darauf aufbaut.

00:01:01: Wenn du ein Geschäft nicht verstehst kannst du weder beurteilen, ob das Management gute Entscheidungen trifft noch ob der Preis fair ist.

00:01:08: Buffett nennt das seinen Kompetenzkreis.

00:01:11: er investiert nur in Geschäfte die er wirklich versteht und lässt alles andere liegen egal wie verlockend es klingt.

00:01:18: Also los geht's mit Schritt eins der Einsatztese.

00:01:23: Der erste Schritt klingt banal ist aber der wichtigste Filter überhaupt.

00:01:27: Erkläre in einem einzigen Satz womit das Unternehmen sein Geld verdient ohne Fachbegriffe, so dass es ein zwölfjähriges Skin versteht.

00:01:36: Ein Beispiel Coca-Cola verkauft Getränkekonzentrat an Abfüller auf der ganzen Welt und verdient an jeder Flasche mit die irgendwo getrunken wird.

00:01:45: das ist ein Satz und er ist klar wenn du bei einem Unternehmen dagegen drei Anläufe brauchst um am Ende immer noch von Synergien Plattformen und Ökosystemen sprichst ohne sagen zu können wer eigentlich wofür bezahlt dann ist das ein ernstes Wahnsinnall.

00:02:02: Also merkt ihr, wenn du nicht in einem Satz erklären kannst wie ein Unternehmen Geld verdient hast du es noch nicht verstanden und was du nicht verstehst kannst du nicht bewerten.

00:02:13: Schritt zwei wer zahlt?

00:02:15: Und warum immer wieder?

00:02:17: In zweiten Schritt schaust Du auf die Kunden.

00:02:19: Wer bezahlt das Unternehmen?

00:02:21: sind es Privatkunden andere Firmen der Staat?

00:02:24: und vor allem Warum kommen diese Kunden wieder?

00:02:27: Das Beste, was ein Geschäft haben kann sind wiederkehrende Einnahmen.

00:02:31: Ein Abo, ein Verbrauchsgut das nachgekauft wird – ein Produkt ohne dass der Kunde nicht mehr arbeiten kann!

00:02:38: Vergleiche einen Hersteller von Hochzeitskleidern mit einem Hersteller von Zahnpasta.

00:02:43: Das Hochzeitzkleid kaufst du hoffentlich nur einmal.

00:02:46: Die Zahnbuster kaufste dann Leben lang alle paar Wochen.

00:02:50: Das zweite Geschäft ist viel besser planbar.

00:02:53: Frag dich also, muss das Unternehmen jeden Kunden jedes Jahr neu gewinnen oder kommt er von selbst zurück?

00:03:00: Und Schritt drei.

00:03:01: Woraus besteht der Burggraben?

00:03:03: Jetzt wird es spannend.

00:03:04: Im dritten Schritt suchst du den Burg Graben Also den Grund warum ein Konkurrent diesem Unternehmen nicht einfach die Kunden wegnehmen kann.

00:03:13: Es gibt im Wesentlichen fünf Quellen.

00:03:15: Gehe sie der Reihe nach durch Erstens eine starke Marke für die Kunden freiwillig mehr bezahlen.

00:03:21: Zweitens Wechselkosten.

00:03:23: Es ist so mühsam, teuer oder riskant den Anbieter zu wechseln das Kunden lieber bleiben.

00:03:29: Denkt an die Software mit der eine ganze Firma arbeitet.

00:03:32: Drittens ein Netzwerkeffekt.

00:03:34: Das Produkt wird mit jedem Nutzer wertvoll wie bei einem Zahlungsnetzwerk Das umso nützlich ist je mehr Händler es akzeptieren.

00:03:42: Viertens ein Kostenvorteil.

00:03:44: Das Unternehmen kann billiger produzieren als alle anderen etwa durch Größe oder einen besonderen Standard.

00:03:51: Und fünftens immaterielle Rechte wie Patente oder Lizenzen.

00:03:56: Wichtig dabei ist, du musst nicht alle verfinden!

00:03:59: Ein einziger starker Burggramm reicht aber du musst ihn benennen können.

00:04:04: Das ist eine tolle Firma und kein Burgrammen.

00:04:07: Die Kunden können nur unter hohen Kosten wechseln ist dagegen einer.

00:04:12: Ein Burgram muss sich benennen lassen.

00:04:14: Wenn Du nichts sagen kannst welcher der fünf Quellen ein Unternehmen schützt ist es wahrscheinlich nicht geschützt.

00:04:21: Kommen wir zu Schritt vier, die Spuren in den Zahlen.

00:04:25: Im vierten Schritt überprüfst du deine Vermutung an den Zahlen.

00:04:28: Ein echter Programm hinterlässt nämlich Spuren und zwar über viele Jahre.

00:04:32: Schau dir dafür mindestens fünf besser zehn Jahre an.

00:04:35: Die erste Spur ist eine dauerhaft hohe Kapital Rendite.

00:04:39: Wenn ein Unternehmen Jahr für Jahr deutlich mehr auf sein eingesetztes Kapital verdient als der Durchschnitt dann schützt es offenbar etwas vor der Konkurrenz Denn im einem offenen Markt würden hohe Renditen so sofort nach am Anlocken, bis die Renditen sinken.

00:04:55: Die zweite Spur sind stabile oder steigende Maschen das Zeichen von Preissetzung macht.

00:05:01: Ein Fall aus der Geschichte, der das perfekt zeigt.

00:05:06: Dein Baffert, den kalifornischen Pralinenhersteller Ciscandes für rund twenty-fünf Millionen Dollar.

00:05:12: Das Geschäft war nicht spektakulär aber die Marke war in Kalifornien so beliebt dass SIS jedes Jahr die Preise erhöhen konnte, ohne die Kunden zu verlieren.

00:05:22: Und es brauchte kaum zusätzliches Kapital umzuwachsen.

00:05:25: Bis sieben Erwirtschaftete SIS nach baffelseigenen Angaben rund US dollar gewinnt vorsteuern.

00:05:34: Das ist die Spur eines echten Burgkrams.

00:05:37: Hohe Rendite auf wenig Kapital über Jahrzehnte.

00:05:41: Kurz dazu, die Preissetzungsmacht ist die Fähigkeit eines Unternehmens die Preisse zu erhöhen ohne dass die Kunden abwandern.

00:05:48: Buffett hält sie für die wichtigste, einzelne Frage bei der Beurteilung eines Geschäfts.

00:05:54: Schritt Fünf Was könnte dein Programm zerstören?

00:05:58: Der fünfte Schritt ist der den die meisten weglassen.

00:06:01: Charlie Mangers Buffetts langjähriger Partner hatte dafür einen Leitsatz.

00:06:05: Denke es umgekehrt statt nur zu fragen was das Unternehmen gewinnt fragst du was müsste passieren damit es verliert?

00:06:13: Könnte Eine neue Technologie, das Produkt überflüssig machen?

00:06:17: könnte ein Konkurrent mit einem ganz anderen Geschäftsmodell die Spielregeln ändern.

00:06:22: Hängt das Unternehmen von einmal einzigen Kunden einen Patent oder einer Person ab?

00:06:27: Wir haben in der letzten Staffel über Mode Aeroson gesprochen und genau hier setzt du dieses Wissen ein.

00:06:34: Wenn Du eine realistische Gefahr findest ist das kein Grund das Unternehmen sofort zu verwerfen.

00:06:39: aber Du weißt dann genau was Du beobachten musst.

00:06:43: Also, frag nicht nur warum ein Unternehmen gewinnt, frag was es verlieren lassen würde.

00:06:49: Wer die Bedrohung kennt, erkennt sie früher als andere!

00:06:53: Und zum Schluss noch eine Aufgabe für dich.

00:06:55: Nehmen Unternehmen dessen Aktie du besitzt oder im Blick hast und jede fünf Schritte schriftlich durch.

00:07:01: Ein Satz für das Geschäftsmodell, ein Satz worum die Kunden wiederkommen, einen Satz welche der Fünf Burggrabenquellen greift.

00:07:08: Ein Blick auf Kapitalrendite und Margen über mehrere Jahre und ein Satz, was dem Programm zerstören könnte.

00:07:14: Wenn du alle fünf Sätze schreiben kannst hast du die Stufe eins bestanden.

00:07:19: Wenn dir diese Folge geholfen hat dann abonniert den Podcast und bleibt dabei!

00:07:24: Und wenn du deine eigenen Aktien nach diesen Prinzipien prüfen willst holt ihr die Stock Analyzer App kostenlos für iOS und Android Denn am Ende zählt nur Denkwebuffet, Koffe Buffett und investiere vor allem nur in das, was du wirklich verstehst.

00:07:39: Vielen Dank fürs Einschalten und bis zur nächsten Folge.

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