BASICS | S3 Folge 3: Management und Kapitalallokation prüfen
Shownotes
🎙️ In dieser Folge: 00:00 Intro: Warum Stufe 2 so oft übersprungen wird 1️⃣ Wohin fließt das Geld? Die fünf Möglichkeiten der Kapitalallokation 2️⃣ Schafft jeder einbehaltene Euro mindestens einen Euro Wert? 3️⃣ Die Übernahmen-Bilanz und der Warnfall AOL/Time Warner 4️⃣ Anreize, Vergütung und eigene Aktien des Managements 5️⃣ Ehrlichkeit im Aktionärsbrief, Buffett und Dexter Shoe 📝 Deine Aufgabe: Aktionärsbrief und Kapitalflussrechnung lesen 🔁 Recap und Ausblick auf Stufe 3: der Preis
📚 Begriffe aus dieser Folge: Kapitalallokation, Kapitalflussrechnung, Abschreibung auf den Firmenwert, Insidergeschäfte, Vergütungsbericht
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📌 Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen der finanziellen Bildung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen beim Stock Analyzer Podcast.
00:00:02: David Bader Egger zeigt euch welche Aktien bei Warren Buffett durchfallen und welche es in seinem Portfolio schaffen würden.
00:00:09: Dieser Podcast ist keine Anlageberatung, liefert keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.
00:00:14: – und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge!
00:00:33: Letzte Woche haben wir Stufe eins auseinandergenommen.
00:00:36: Das Geschäft verstehen!
00:00:38: Heute kommt Stufe zwei und sie wird von privatern Liga am häufigsten übersprungen.
00:00:43: Es geht um das Management, genauer gesagt eine einzige Frage Was macht die Führung mit dem Geld dass das Unternehmen verdient?
00:00:52: Das klingt nach einem Detail ist aber entscheidend.
00:00:55: Ein hervorragendes Geschäft in den Händen eines schlechten Management kann über Jahre enorm viel wert vernichten Und ein mittelmäßiges Geschäft Mit einem klugen Management kann erstaunlich viel daraus machen.
00:01:07: Buffett sagt, die wichtigste Aufgabe eines Chefs sei die Kapitalallokation also die Entscheidung wo das Geld hinfließt.
00:01:14: und das ist schon Schritt eins mit der Frage wohin fließt das Geld?
00:01:19: Kurz erklärt Kapital Allokation heißt wie verteiltes Management den Gewinn denn das Unternehmen wirtschaftet.
00:01:26: es gibt dafür im Kern nur fünf Möglichkeiten.
00:01:30: Die erste Ins eigene Geschäft reinvestieren, also neue Fabriken, neue Produkte mehr Forschung.
00:01:36: Die zweite andere Unternehmen kaufen die dritte Dividenden ausschütten und die vierte eigene Aktien zurückkaufen Und zu guter Letzt die fünfte Schulden tilgen.
00:01:48: Keine dieser fünf ist grundsätzlich gut oder schlecht?
00:01:51: Die richtige Wahl hängt davon ab wo ein Euro gerade am meisten wertschaft.
00:01:56: Ein Unternehmen mit hoher Kapitalrendite und vielen Wachstumchancen sollte reinvestieren.
00:02:01: Eines, das kaum noch wachsen kann, sollte das Geld eher zurückgeben.
00:02:05: Der erste Schritt ist also die Anzuschauung, wofür das Unternehmen in den letzten Jahren sein Geld tatsächlich ausgegeben hat.
00:02:13: Das steht in der Kapitalfolussrechnung im Geschäftsbericht.
00:02:17: Ein Management verrät sich nicht durch das was es sagt sondern durch das, wofür es Geld ausgibt.
00:02:22: Der zweite Schritt ist ein Test, den wir im Glossat schon kennengelernt haben.
00:02:26: Die Frage lautet hat das Unternehmen aus jedem Euro, den es einbehalten hat mindestens einen Euro zusätzlichen Wert geschaffen?
00:02:35: Warum ist das eigentlich wichtig?
00:02:37: Weil jeder Euro, denen ein Unternehmen nicht an dich ausschüttet eigentlich dein Euro ist.
00:02:42: Das Management behält ihn nur mit dem Versprechen mehr daraus zu machen als du selbst könntest.
00:02:48: Wenn es das über Jahre nicht schafft wäre das Geld bei dir besser aufgehoben gewesen.
00:02:53: Im Stockanalyser siehst du diesen Test als ein Dollar Vorreißsitzung.
00:02:56: auf einen Blick, ein Wert über eins heißt das Management schafft Wert.
00:03:01: Der dritte Schritt ist den Blick auf die Übernahmen denn hier wird historisch am meisten Geld vernichtet.
00:03:07: große Übernahmen sind für Manager verlocken.
00:03:10: Das Unternehmen wird größer Die Schlagzeilen sind gut und oft steigt der eigene Vergütung mit der Größe von AOL und Time Warner im Jahr zweitausend zu einem Wert von damals weit über hundert Milliarden Dollar.
00:03:27: Zwei Jahre später musste der fusionierte Konzern rund neunundneinzig Milliarden Dollar abschreiben, einer der größten Verluste der Unternehmensgeschichte.
00:03:36: die versprochenen Synergien kamen nie.
00:03:40: Worauf achtest du also?
00:03:42: Auf Wiederholte große Übernahmen besonders wenn sie mit Schulden oder neuen Aktien bezahlt werden.
00:03:48: auf Abschreibungen, auf dem Firmenwert.
00:03:50: Denn eine solche Abschrebung ist das nachträgliche Eingeständnis, dass zu viel bezahlt wurde.
00:03:56: Kurz erklärt – Eine Abschreibung auf den Firmenwert bedeutet, daß ein Unternehmen den Wert einer früheren Übernahme in der Bilanz herab setzt, weil sie weniger wert ist als dafür bezahlt worden.
00:04:08: Große Übernahmen machen Schlagzeilen.
00:04:10: Kleine Klugübernahmen machen aktionäre Recht.
00:04:13: Misstraue einen Management, das vor allem wachsen will statt Wert zu schaffen!
00:04:18: Im vierten Schritt fragst du, was verdient das Management und wofür?
00:04:23: Anreize Steuern verhalten.
00:04:24: Ein Vorstand der vor allem für Umsatzwachsungen bezahlt wird, wird Umsatz kaufen – auch wenn es unprofitabel ist.
00:04:31: Einer, der für den Gewinn pro Aktie belohnt wird hat einen Grund für Aktienrückkäufe – auch zu hohen Preisen!
00:04:38: Ein gutes Zeichen ist es, wenn das Management selbst im großen Umfang Aktien des eigenen Unternehmens besitzt – gekauft mit eigenem Geld.
00:04:47: Dann sitzt es im selben Boot wie du.
00:04:49: Buffett hat fast sein gesamtes Vermögen in Bergschei-Aktien gehalten, die Vergütungsdetails findest Du im Vergütungsbericht – Die Käufe und Fährkäufe des Managements in den Meldungen zu den Insidergeschäften.
00:05:02: Der schwünfte Schritt ist der Weichste aber vielleicht der Wichtigste.
00:05:05: Ist das Management ehrlich?
00:05:07: Liest dem Brief an der Aktionäre.
00:05:09: im Geschäftsbericht.
00:05:10: wird dort nur von Erfolgen gesprochen oder werden auch Fehler benannt?
00:05:14: Buffer selbst ist das beste Beispiel.
00:05:17: In seinen Aktionärsbriefen hat er immer wieder offen über seine Fehler geschrieben, den Kauf des Schuhherstellers Texterschuhe beizzeichnete er als eines seiner schlimmsten Fehler.
00:05:26: Er hatte dafür Bergschei-Aktien hingegeben die später Milliarden wert waren während Dexter wertlos wurde.
00:05:33: Ein Management der so offen wie bei eigenen Fehler spricht wird dir auch in schwierigen Zeiten die Wahrheit sagen.
00:05:38: Eines dass jedes schwache Jahr mit Sondeffekten und Marktumfeld erklärt wird es wahrscheinlich nicht Eine Management, dass seine Fehler zugibt ist so traurenswürdiger als eines das keine zu haben scheint.
00:05:50: Denn Fehler macht jeder!
00:05:52: Die Frage ist nur wer sie dir verschweigt?
00:05:55: Also nimm den letzten Geschäftsbericht eines Unternehmens das du besitzt oder beobachtest und liest zwei Dinge dem Brief an die Aktionäre und die Kapitalflussrechnung Beantwortet danach zwei Fragen Wofür wurde das Geld in den letzten Jahren ausgegeben Und war das die richtige Wahl?
00:06:13: hat das Management irgendwo einen Fehler offen zugegeben.
00:06:17: Wenn du auf beide Fragen eine gute Antwort findest, hat das Management die Stufe zwei bestanden!
00:06:42: Vielen Dank fürs Einschalten und bis zur nächsten Folge.
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