ANALYSE | Microsoft vor den Zahlen: Der Einzige, der den KI-Ausbau selbst bezahlt?
Shownotes
🎙️ In dieser Folge: 00:00 Intro: Big-Tech-Woche und die Frage, wer den KI-Ausbau bezahlt 📢 Zuerst der Lärm: von minus 28 % zum stärksten Tagesgewinn seit 2008 1️⃣ Stufe 1: Das Geschäft, Wechselkosten und Preissetzungsmacht 2️⃣ Stufe 2: Investitionen, Free Cashflow und die Capex-„Kürzung“, die keine ist ⚖️ Der Vergleich: Microsoft, Meta, Alphabet und Amazon 3️⃣ Stufe 3: Der Preis und die Free-Cashflow-Rendite 🧭 Was würde Buffett tun? Bill Gates und der Kompetenzkreis ⚠️ Die zwei Risiken: OpenAI und die Abschreibungen 👀 Worauf du am Mittwoch schaust: Azure, Investitionen, Auftragsbestand 🔁 Recap
📅 Microsoft-Zahlen: Mittwoch, 28.10.2026, nach US-Börsenschluss, Telefonkonferenz um 23:30 Uhr MEZ
📚 Begriffe aus dieser Folge: Wechselkosten, Preissetzungsmacht, Capex, Free Cashflow, Free-Cashflow-Rendite, Auftragsbestand, Abschreibungen
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📌 Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen der finanziellen Bildung.
📖 Quellen: Microsoft Geschäftsbericht 10-K GJ 2026 und Quartalsmitteilung vom 29.07.2026; Berkshire Hathaway Aktionärsbrief 2007; Fortune, 05.05.2018; Quartalsberichte von Meta, Alphabet und Amazon 2026.
⚠️ Finanzbildung, keine Anlageberatung. Keine Kaufempfehlung, kein Kursziel. Denkhilfe, kein Kaufsignal.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen beim Stock Analyzer Podcast.
00:00:02: David Bader Egger zeigt euch welche Aktien bei Warren Buffett durchfallen und welche es in seinem Portfolio schaffen würden.
00:00:09: Dieser Podcast ist keine Anlageberatung und liefert keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen, und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge!
00:00:34: Big Tech Woche.
00:00:35: Am Mittwochabend legen Microsoft und Alphabet ihre Quartalszahlen vor, am Donnerstag folgt an Amazon.
00:00:42: Und über allem steht eine Frage die wir in den letzten Wochen immer wieder gestellt haben Wer bezahlt eigentlich den Ausbau der künstliche Intelligenz?
00:00:50: Letzte Woche haben wir gesehen wie Meta trotz eines Rekordumsatzes erstmals seit Jahrzehnt zwölf mehr Geld ausgegeben hat als es eingenommen hat.
00:00:59: Heute schauen wir auf Microsoft Ein Unternehmen, das gerade dabei ist sich grundlegend zu verändern.
00:01:05: Von einer Firma die mit wenig Kapital sehr viel Geld verdient, zu einer Firma, die Rechenzentren in einem Tempo baut, dass es in der Geschichte der Wirtschaft noch nicht gegeben hat.
00:01:16: Microsoft veröffentlichte Zahlen am Mittuch dem achtundzwanzigsten Oktober nach Börsen.
00:01:20: Schluss in den USA.
00:01:22: Diese Folge ist deine Vorbereitung.
00:01:25: Und wie immer schauen wir uns zuerst den Lehrmann und dann kommt die Substanz.
00:01:30: Der Lärm um Microsoft war in diesem Jahr oanbetäumt.
00:01:34: Im ersten halbjahr verlor die Aktie rund achtundzwanzig Prozent, weil Anleger fürchterten, die KI-Ausgaben würden sich nie auszahlen.
00:01:42: Dann kamen Ende Juli die Jahreszahlen und die Aktien stieg an einem einzigen Dauk um rund fünfzehn Prozent der stärkste Tagesgewinn seit zwei tausenddacht.
00:01:52: Das dritte Quartal war eines der besten in der geschichtete Aktie.
00:01:56: Erst Panik dann Euphorie.
00:01:58: das Geschäft hat sich in dieser Zeit kaum verändert, aber die Stimmung.
00:02:03: Schauen wir also auf die Substanz.
00:02:05: Stufe eins wie immer das Geschäft unter Burgrahmen.
00:02:09: Baffiz.
00:02:09: erste Frage verstehe ich das Geschäft?
00:02:11: Bei Microsoft lautet die Antwort in einem Satz Microsoft vermietet Unternehmen die Werkzeuge ohne die ihr Arbeitsalltag nicht funktioniert.
00:02:21: Office Teams Windows Sicherheit Software und vor allem Rechenleistung in der Cloud Unter dem Namen ASUR.
00:02:29: Im Geschäftsjahr, das Ende Juni-Zwanzig-Sächsunzwanzigendete hat Microsoft rund dreihundertzweiunddreißig Milliarden Dollar umgesetzt.
00:02:37: Achtzehn Prozent mehr als im Vorjahr!
00:02:39: Das Glottgeschäft Asur hat erstmals über hundert Milliarden Dollar erreicht und wächst mit über vierzig Prozent.
00:02:46: Der Programm von Microsoft hat einen klaren Namen – Wechselkosten.
00:02:51: Wechselkosten entstehen, wenn ein Kunde zwar zur Konkurrenz wechseln könnte.
00:02:55: Der Aufwand dafür aber so groß wäre das er es lieber lässt.
00:02:59: Stell dir ein Unternehmen mit Zehntausend Mitarbeitern vor!
00:03:02: Alle E-Mails alle Dokumente alle Zugänge alle Besprechungen laufen über Microsoft.
00:03:08: Ein Wechsel würde Monate dauern und Millionen kosten.
00:03:11: Wie stark dieser Programm ist hat Microsoft im Juli gezeigt.
00:03:15: da wurden die Preise für Microsoft
00:03:17: Mk.R.A.M.C.,
00:03:18: beim verbreitenen Unternehmenspaket E-Drei, z.B.
00:03:22: von CX und CX auf US dollar pro Nutzer und Monat.
00:03:26: Eine erkennbare Abwanderung gab es nicht!
00:03:29: Wer Preise erhöhen kann ohne Kunden zu verlieren hat das was Buffett Preissetzungsmacht nennt.
00:03:35: Dazu kommt ein Auftragsbestand von UAH.
00:03:39: Also Umsatz den Kunden bereits vertraglich zugesagt haben – etwa das doppelte eines Jahresumsatz.
00:03:46: Also merkt ihr, der stärkste Programm ist nicht das beste Produkt sondern das Produkt ohne dass der Kunde nicht mehr arbeiten kann.
00:03:53: Kommen wir zu Stufe Zwei wohin fließt das Geld?
00:03:56: Jetzt kommen wir zum Kern dieser Folge Wie viel von diesem starken Geschäft bleibt am Ende als Geld übrig?
00:04:02: Kurz erklärt CapEx ausgeschrieben Capital Expansions sind die Investition in Sachanlagen also im Gebäude Server und Rechenzentren.
00:04:11: Der Free Cash Flow ist das Geld das nach diesen Investitionen übrig bleibt.
00:04:15: Aus ihm zahlen Unternehmen, Dividenden und kauft eigene Aktien zurück.
00:04:20: Schau dir diese drei Jahre an!
00:04:22: Im Geschäftsjahr zwanzig vierundzwanzig hat Microsoft rund vierundvierzig Milliarden Dollar investiert.
00:04:27: Ein Jahr später waren es fünfundsechzig Milliarden und im Geschäftsjar zwanzixt sechsundzwzig rund hundertsechzehn Milliarden Dollar – fast eine Verdopplung in einem Jahr.
00:04:38: Der operative Cashflow also das Geld dass aus dem laufenden Geschäft hereinkommt ist so ebenfalls stark gestiegen auf Rund.
00:04:47: die Investitionen sind schneller gewachsen.
00:04:49: Das Ergebnis?
00:04:50: Der Free Cash Flow ist zum zweiten Mal in Folge gesunken, von gut seventy vier Milliarden über gut seventy-einen auf rund sixty sieben Milliarden Dollar.
00:04:59: Der Gewinn steigt, dass freie verfügbare Geld sinkt!
00:05:02: Für das laufende Quartal hat Microsoft Investionen von über fünfzig Milliarden Dollar angekündigt – in drei Monaten.
00:05:10: und hier gibt es ein Detail, das kaum jemand erwähnt.
00:05:13: Im Sommer wurde berichtet, Microsoft habe seine Investitionsplanung für zwanzig sechsundzwanzig gesenkt.
00:05:19: Von rund Hundert neunzig auf rund hundertfünfundsiebzig Milliarden Dollar.
00:05:24: Klingt nach Span, ist es aber nicht!
00:05:26: Tatsächlich hat Microsoft vor allem die Verbuchung geändert.
00:05:29: Bestimmt der Mietverträge für Rechenzentren tauchen künftig nicht mehr bei deinen Investitionen auf sondern belastende ein operativem Cashflow – das Geld fließt trotzdem.
00:05:38: Also merkt ihr?
00:05:39: Eine Zahl, die durch eine neue Verbuchung kleiner wird ist keine Ersparnis.
00:05:43: Frag immer ob sich ein Geld etwas geändert hat oder nur an der Tabelle.
00:05:48: und jetzt die gute Nachricht!
00:05:49: Und sie ist besonders wichtig Im Vergleich zu den anderen großen Cloud-Ambitern steht Microsoft deutlich besser da.
00:05:55: Meta hatte im dritten Quartal einen negativen FreeCashflow von rund zwei Milliarden Dollar.
00:06:01: Alphabet war im zweiten Quartall mit fast sechs Milliarden in Minus und hat sich fast fünfzig Milliarden Dollar über neue Aktien besorgt.
00:06:08: Übrigens und anderen vom Berkshire Headway.
00:06:12: Amazon hat über die letzten zwölf Monate ebenfalls mehr ausgegeben als eingenommen.
00:06:18: Microsoft ist von den großen vier derzeit ne einzige, der den KI-Ausbau vollständig aus dem eigenen Geschäft bezahlt unterneben noch Dividenden und Aktienrückkäufe finanziert.
00:06:29: Buffett hat in einem Aktionärsbrief geschrieben das schlechteste Geschäft sei eines da schnell wächst dafür viel Kapital braucht und dann wenig oder nichts verdient.
00:06:40: Microsoft ist davon weit entfernt.
00:06:42: Es verdient sehr viel, aber es bewegt sich weg von Buffets Ideal-Wild dem Geschäft das mit wenig Kapital meckst hin zu einem Geschäft das für jedes Wachstum kräftig investieren muss.
00:06:53: Also merkt ihr ein Unternehmen kann sich verändern ohne dass sich sein Name ändert.
00:06:58: Prüfe nicht nur ob ein Geschäft gut ist sondern ob es noch das selbe Geschäft ist das du einmal gekauft hast Und Stufe drei der Preis rund drei Komma neun Billionen Dollar wert.
00:07:11: Wenn wir den Free Cash Schlo des letzten Jahres von rund sixty-seven Milliarden Dollar dagegen stehen, ergibt sich eine Free Cash Flarendite von unter zwei Prozent.
00:07:19: Zum Vergleich – Eine zehnjährige US-Staatsanleihe bringt derzeit rund fünf Prozent.
00:07:24: Das heißt nicht dass die Aktie teuer ist.
00:07:26: Es heisst das der Markt fester mit rechnet, daß ich die heutigen Investitionen in einigen Jahren in deutlich mehr Geld verwandeln.
00:07:34: Wer heute kauft, kauft diese Erwartung mit.
00:07:36: Deshalb sind die Zahlen am Mi doch so wichtig.
00:07:39: Sie zeigen, ob die Erwartung Quartal für Quartall eingelöst wird.
00:07:43: Somit merkt ihr eine niedrige Freecash Flarenditter ist kein Urteil sondern eine Wette auf die Zukunft.
00:07:49: Frag dich, ob du diese Wette verstehst bevor du sie eingehst.
00:07:53: Und natürlich zu guter Letzt das Urteil Was würde Buffett tun?
00:07:57: Bei Microsoft gibt es eine besondere Geschichte.
00:08:00: Berkshire Hadaway hat die Aktie nie besessen.
00:08:03: Buffett hat im Jahr twohundachzehn erklärt warum.
00:08:05: Er ist seit Jahrzehnten eng mit Bill Gates befreundet und bei jeder guten Nachricht nach einem Kauf hätte man ihm vorgeworfen, er habe ihn seit der Wissen.
00:08:13: Über die frühen Jahre in denen wir die Aktien hätte kaufen können sagt er nur – Die Antwort ist Dummheit!
00:08:18: Schon in deiner Zeit hat es schon im Jahrzehn-Achtern geblieben, dass der Buffett als Versucher Geschäfte zu sehen, wie sie in zehn oder zwanzig Jahren aussehen.
00:08:25: Das ist auch die eigentliche Lektion.
00:08:28: Buffett hat Microsoft nie gemieden weil das Geschäft schlecht war sondern weil er außerhalb seines Kompetenzkreis lag.
00:08:34: und heute ist die Frage für dich dieselbe.
00:08:37: Verstehst du wie sich hundert Milliarden Dollar in Rechenzentren in zehn Jahren auszahlen sollen?
00:08:42: Wer nicht, ist das kein Markl sondern ehrlich!
00:08:46: Und dazu gibt es auch zu Risiken.
00:08:48: Das erste Risiko heißt OpenEye.
00:08:50: Microsoft ist ein OpenEy mit rund Viel Umsatz und hat Ende-Zwanzig-Fünfundzwanzig erklärt, dass rund fünfundvierzig Prozent des damaligen Auftragsbestands auf OpenAI entfallen.
00:09:05: OpenAI ist also Kunde, Beteiligung und zunehmend auch Wettbewerber.
00:09:10: Gerätes Unternehmen.
00:09:11: in Schwierigkeiten trifft das Microsoft an mehreren Stellen gleichzeitig.
00:09:15: Das zweite Risiko sind die Abschreibungen.
00:09:18: Ein großer Teil der Investitionen fließt den Graphicships – die schnell veralten.
00:09:22: Microsoft schreibt Server über zwei bis sechs Jahre ab Ist die tatsächliche Nutzungstauer kürzer, sind die heutigen Gewinne zu hoch ausgewiesen.
00:09:31: Also worauf musst du damit durchschauen?
00:09:33: Erstens das Wachsum von Azure.
00:09:35: Microsoft hat rund forty-fünf Prozent in Aussicht gestellt.
00:09:39: Achtung!
00:09:39: Das Programm wird ab diesem Quartal enger abgegrenzt.
00:09:42: der Vergleich mit dem Vorjahr ist deshalb nicht ganz eins zu eins.
00:09:45: Wichtig ist ob die eigene Prognose erreicht wird.
00:09:48: und zweitens die Investitionen und FreeCash Flow.
00:09:51: Liegen die Investitionen deutlich über den angekündigten Fünfzig Milliarden Dollar und wie viel FreeCashal bleibt übrig.
00:09:58: Und drittens der Auftragsbestand, wächst er weiter?
00:10:01: Und wie groß ist der Anteil, der nicht von OpenAI
00:10:03: kommt?!
00:10:05: Wenn dir diese Folge geholfen hat dann abonniert dem Podcast und bleibt dabei!
00:10:10: Und wenn du deine eigenen Aktien nach diesen Prinzipien prüfen willst holt ihr das Stock Analyzer App kostenlos für iOS & Android Denn am Ende zählt nur Denkuibuffet, Kaufibuffett und ich investiere vor allem nur in das, was du wirklich verstehst.
00:10:25: Vielen Dank fürs Einschalten und bis zur nächsten Folge!
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